Archiv - 1997/98

Live-Bericht vom Sommagerlager der Pfader

Freitag, 03.07.98 Um 8 Uhr kommen wir in Diepoldsau an. Sobald unser Material ausgeladen war, begann es schon das erste Mal zu regnen. In Rekordzeit stellten wir unser riesen Ess- und Aufenthaltszelt auf. Schon am Morgen wurden wir von den Einwohnern positiv überrascht. Im Baugeschäft wurde uns für den Holztransport ein Lieferwagen angeboten, die Gasflaschen bekamen wir ohne ein Depot zu bezahlen und das Brot wird uns bereits geschnitten verkauft. Am Nachmittag machte uns die Wasserleitung zu schaffen. Wie verkraften unsere kleinen Plastikrohre den Druck von 8 Bar aus dem Feuerwehrschlauch? Leider konnten wir heute keinen Erfolg feiern und die Leitungsverbindungen hielten dem Druck nicht stand.

Samstag, 04.07.98 Heute wurden Dusche, Waschstelle und Wölflizelte aufgestellt. Ebenfalls war der örtliche Sanitär extrem hilfsbereit und lieh uns gratis ein Druckreduktionssystem aus, mit dem der Druck von 8 Bar auf etwa 2 Bar gesenkt werden kann. Dank diesem System konnten wir alle Wasseranschlüsse einrichten. In Luzern fand am Abend der Reisesegen statt, bei dem die Lager T'shirts verteilt wurden.

Sonntag, 05.07.98 Reise nach Diepoldsau, anschliessend Aufbau der Fähnlizelte, Lagereröffnung Unsere Cowboys besammelten sich beim Bahnhof Luzern, um die Reise in die Ostschweiz anzutreten. Der Lagerplatz in Diepoldsau wurde von allen sofort ins Herz geschlossen.Die Lagerteilnehmer mussten in einem Cowboytest ihre Intelligenz beweisen. Nach dem Nachtessen wurde das Lagerspiel eröffnet und der Test vom Nachmittag ausgewertet. Die Stimmung ist hervorragend (also keine Zündhölzli nötig), nur mangelt es einigen Leitern an Geographiekenntnissen.

Montag, 06.07.98 Nach einer ruhigen Nacht wurden die Pfader und Wölfli in den verschiedenen Pfaditechniken unterrichtet. Am Nachmittag folgte ein kleiner OL, damit wir unseren Lagerort besser kennenlernen. Fussball- und Voleyfeld bestanden die ersten Spiele. Als dann nach einem gemütlichen Abend schon alle schliefen, hiess es für die Pfader noch einmal antreten zum Erste-Hilfe-Test mit gespielten Unfällen. Für die Leiter, welche die Opfer spielten, wurde dies zu einer interessanten Erfahrung.

Dienstag, 07.07.98 Am Dienstag morgen wurde unsere Ranch, das Aufenthaltszelt, vollendet und eingeweiht. Mit Fussball und Frisbee verbrachten wir die Zeit, bis am Nachmittag das Cowboyrollenspiel stieg.Offensichtlich kam dieses Programm, welches die Leiter zum erstenmal an lebenden Pfadern ausprobierten, ganz gut an. Gekrönt wurde das Ganze mit dem mexikanischen Abendessen. Der Tag schloss mit einem gewaltigen Gewitterschauspiel.

Mittwoch, 08.07.98 Infolge der hohen Luftfeuchtigkeit (sprich: Regen) wurden die zweitägigen Touren um einen Tag verschoben. Als Ersatz ehrten wir unsere österreichischen Nachbarn mit einem Besuch des Hallenbades Dornbirn. Wieder zurück, tobten sich unsere Pfader in einem kurzen Geländespiel aus, während sich die Wölfe auf die bevorstehenden Einsterneprüfungen vorbereiteten. Mitteilung an unsere Pfarrei: Die Patrozinium-Teigwaren fanden grossen Anklang. Vive la France!

Donnerstag, 09.07.98 und Freitag, 10.07.98 Die Fähnlis und Wölfe sind auf der zweitägigen Tour. Die Wölfe besichtigen eine freie Raubvogelschau, während die zwei andern Gruppen durch Oesterreich und die Schweiz ziehen. Splash wurde fast von einem Stoffhund gebissen. An dieser Stelle einmal herzlichen Dank an alle Leiter für ihre Arbeit und allen Pfadern und Wölfen für ihr motiviertes Mitmachen. Einer der Lagerleiter verlässt uns leider wegen grüner Ferien. Roman, wir danken dir und wissen deine Arbeit zu schätzen!

Samstag, 11.07.98 Die müden Wanderer trafen im Verlaufe des Freitags wieder auf dem Lagerplatz ein. Am Nachmittag wurden im Rahmen von Ateliers verschiedene Extras auf dem Lagerplatz gebaut (Badewanne usw.). Am Abend geschah etwas Ungewöhnliches: eine spontane Playbackshow aller Pfader brachte die Stimmung auf den Höhepunkt. Am Samstag grosser Kochwettbewerb, bei welchem das Fähnli Specht obenaufschwang.

Sonntag, 12.07.98 Besuchstag: Bei strahlend schönem Wetter präsentierte sich unser Lager den Eltern. Obwohl sich gewisse Personen in einer Art Amoklauf nicht mehr zurückhalten konnten, wurde dieser Tag zu einem tollen Erlebnis. Nach dem kurzen Badibesuch und den tollen Hamburgern zum Znacht konsumierten wir den WM-Final. Danach starteten wir das Geländespiel.

Montag, 13.07.98 Nach dem langen und anstrengenden Geländespiel bis morgens um 7 Uhr mussten die Pfader sich gründlich erholen. Als sich die ersten müden Gesichter gegen Mittag zum Brunch zeigten, beschlossen wir, in der Badi etwas auszuspannen. Das Fazit des Tages: Die Pfader von St. Anton können weiter laufen als bisher angenommen.

Dienstag, 14.07.98 Am Morgen brachen die Fähnlis auf ihre zweitägige Fähnlitour auf. Das Ziel soll am Mittwoch St. Gallen sein, um dort ein Crazy-Challenge durchzuführen.
Die Wölfe betätigen sich kreativ beim Tonen und Modellieren. Ausserdem absolvierten sie den 1-Sterne-Test. Die Leiter rekognoszierten einen Lagerplatz und planten die weiteren Tage. Am Abend machten sie sich zusammen mit den Wölfen auf die Suche nach einem gemütlichen Restaurant. Das Hauptproblem: Heute Ruheteg!

Mittwoch, 15.07.98 Alle Fähnlis genossen die zweitägige Tour. Dank pfaderischer Freundlichkeit konnten sie gratis in Pfadiheimen und eine Gruppe sogar in einem 4-Stern-Hotel übernachten. In St. Gallen verwirrten sie die Leute z.B. als 40 Meter lange Seilschaft. Heute konnten wir unsere Zelte trocken abbauen. An die Eltern: Lastwagen am Samstag ausladen um ca. 11.30 Uhr. Jetzt schon herzlichen Dank!

Donnerstag, 16.07.98 Beginn mit Abbau, Baden

Freitag, 17.06.98 Am Freitag wird der Abbau vollendet und unser tolles Lager abgeschlossen. Am Nachmittag geniessen wir die Badi. Letztes Telegramm aus dem Westen. Am Samstag 13.49 Uhr treffen unsere Cowboys in Luzern ein. Einen grossen Dank an die Küche und an das tolle Leiterteam und natürlich an alle Kinder, die so gut mitgemacht haben.
Das Sola 98 war echt toll!

Bericht vom Sommagerlager der Pfader

Juhui, endlich ging's an diesem Sonntagmorgen los ins Pfadilager. Unsere topmotivierten Boys traten pünktlich vor dem Bahnhoftorbogen ein, wo Mami, Papi & Co verabschiedet wurden. Die Umsteigevorgänge auf der Zugfahrt klappten hervorragend, und so trafen wir am frühen Nachmittag in Diepoldsau ein. Der Lagerplatz, idyllisch zwischen Mais- und Erd-beerfeld gelegen, stiess sofort auf Begeisterung. Als die Fähnlis ihre Zelte aufgestellt hat-ten, hiess es antreten zum Cowboy-IQ-Test, bei welchem der eine oder andere böse Über-raschungen erleben musste. Nössu hatte uns unterdessen ein erstes Nachtessen gezau-bert, und als dieses die Bäuche gefüllt hatte, eröffneten wir unser "Go West-Lagerspiel".

Am Montag wurden die Pfader wieder einmal in Pfaditechnik unterrichtet (Kartenkunde, Erste Hilfe,...). Dann startete der OL "Rund um Diepoldsau". Alle Leistungen der Fähnlis im Lager wurden übrigens bewertet, und wer jeweils am besten abschnitt, durfte am Abend am meisten Schritte auf dem Lagerspiel verüben. Am Abend, als die Pfader bereits fried-lich in ihren Schlafsäcken schlummerten, wurden sie gewaltsam noch einmal geweckt, den anhand eines gespielten Unfalls sollten sie nun in der Nacht ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse anwenden. Die Leiter, welche die Opfer spielten, hätten sich allerdings sehnlichst ge-wünscht, sie währen irgendwo anders... Am Dienstagmorgen vollendeten wir unser phäno-menales Aufenthaltszelt, welches wir mit viel Liebe auf den Namen "Ranch" tauften. Am Nachmittag folgte das "Cowboy-Rollenspiel", in welchem das Leben in einer Westernstadt nachgespielt wurde, wobei jeder eine bestimmte Rolle spielte (z.B. Pfarrer, Richter, ...). Obwohl im weiteren Verlauf das ganze für den neutralen Beobachter wohl etwas konfus wurde, fand das Spiel doch noch einen glücklichen Abschluss. Am Mittwoch wollten wir dann eigentlich auf die zweitägigen Touren gehen, der Regen verhinderte dies aber (hatten wir vielleicht am Vorabend Nössus mexikanische Bohnen nicht schön aufgegessen...?), und so kamen unsere ID's ein erstes Mal zum Zuge, denn wir fuhren nach Dornbirn ins Hallenbad. Wieder auf dem Lagerplatz gab es für die Pfader ein kurzes Geländespiel. Am Donnerstag klappte es dann aber mit der Wanderung, und so zog es die Wölfe auf den Pfänder, einen Teil der Pfader ins Appenzell und den anderen Teil nach Vorarlberg in eine Schlucht. Alle Lagerteilnehmer kehrten am Freitag wohlbehalten wieder auf den Platz zu-rück. Dort bauten sie sich eine "Badewanne" (naja, wohl mehr ein Loch mit Plastikeinla-ge...), welche in der Folge rege benutzt wurde. Bambi, unser AL, verliess uns an diesem Tag, um seiner Wehrpflicht nachzukommen und ins Militär einzurücken. Dafür erreichte uns gegen Abend Pluto, unser J+S-Experte vom Fach. Wir boten ihm als es dunkel war ei-ne einmalige Playbackshow. Der Samstag stand ganz im Zeichen des Kochwettbewerbes. Die Fähnlis zeigten sich von ihrer besten Seite und präsentierten ihren geliebten Leitern kulinarisch Hochstehendes. Das Fähnli Specht sollte schliesslich die Oberhand behalten. Am Abend dann tobten sich unsere Pfader und Wölfe in der Western-Spielhölle aus, und danach hiess es wieder einmal TAUFE! Unsere Täuflinge bewältigten den Taufparcours mit mehr oder weniger (d.h. die einen mit mehr, der andere mit weniger) grossem Erfolg. Schliesslich erhielten aber alle die ihnen zustehenden Namen: Pirmin wurde zu Rebell, Antonio nennen wir nun Anti, und Beni hört nun auf den Namen Moskito.

Der Sonntag brach an, und der ist ja identisch mit dem Besuchstag. Die Eltern trafen bald auch schon ein und brachten die erhofften Wäschestücke, Comics und Haribos mit. Der Tag wurde (wie immer) ein toller Erfolg, obwohl alle Beteiligten aktiver waren als auch schon... Am Abend gönnten wir uns den WM-Final in einem Restaurant (haha, Ronaldo!!!). Im Anschluss startete das Geländespiel, welches die Pfader bis Montagmorgens um 7 Uhr beschäftigte. Als sie wieder einigermassen laufen konnten, spannten wir in der Badi etwas aus. Am Dienstag brachen die Fähnlis auf ihre Fähnlitouren auf. Ziel sollte St. Gallen sein, damit man am Mittwoch dort das Crazy Challenge durchführen konnte. Die Wölfe blieben auf dem Lagerplatz und modellierten aus Ton die herrlichsten Figuren. Auch absolvierten sie die Einsternprüfung. Die Pfader führten, wie schon gesagt, am Mittwoch das Crazy Challenge in St. Gallen durch. Die Leute haben schön blöd aus der Wäsche geguckt, als wir plötzlich im Brunnen badeten oder als Seilschaft durch die Stadt marschierten. Dann mussten wir am Donnerstag schon wieder ans Abbauen denken, die Fähnlizelte und andere Bauten mussten bereits weichen. In der Nacht auf Freitag wurde also im Aufenthaltszelt übernachtet, am Freitag selber wurde dieses zusammen mit dem Rest auch noch abgebaut. Den Nachmittag verbrachten wir dann noch ein letztes Mal in der wunderschönen Badi von Diepoldsau, dann errichteten wir das Schlussfeuer und richteten uns für die letzte Nacht unter freiem Himmel ein. Im gleissenden Angesichte des Feuers gingen jedem Teilnehmer noch mal die vielen schönen Momente dieses Lagers durch den Kopf.

Und schon war es wieder Samstag, und wir mussten den Platz endgültig räumen. Etwas wehmütig blickten wir zurück, dann hiess es Abschied nehmen von Diepoldsau. Im Zug wurde wie üblich fleissig degradiert, und als wir in Luzern ankamen, nahmen wir im Schat-ten des neuen Kunsthauses unser traditionelles Bad im Wagenbachbrunnen. Nach zwei Wochen ging nun also jeder seine eigenen Wege.

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