Archiv - 2001/02

Lagerdraht vom Sommagerlager der Pfader und Wölfe

von Roger Schneble / Profässer

Lodano, 07.07.: Nach der Zugfahrt ins Tessin und der Ankunft auf dem Lagerplatz werden unsere Lagerbauten am Sonntag und Montag planmässig aufgebaut. WC, Waschstelle und Gemeinschaftszelt müssen trotz Hitze und Sonnenschein bald stehen. Sonnencreme ist der Renner des Lagers. DIe Lagerspiele von Pfadi und Wölfli sind eröffnet, die Schotten warten auf die Engländer, und die Detektive sind auf der Spur.

Lodano, 08.07.: Nachfolger gesucht. Der schottische König ist tot. Wer wird in Zukunft die Schotten im Kampf gegen die Engländer anführen? Auflösung vielleicht morgen. Das Morgenturnen im Schottenrock ist sehr anregend. Bei den Wölfen wurde die Sternwolfausbildung aufgenommen und weitere Hinweise gefunden. Wetterfrosch Züsli hat versagt, das Hitzegewitter kam drei Tage zu früh.

Lodano, 09.07.: Noch ist die königliche Nachfolge nicht definitiv geregelt, doch das Fändli Specht brachte sich bei den Gruppenwettkämpfen in eine gute Position. Kampfsau Luni setzte die Energie der Hackfleischbällchen am besten um und gab den totalen Einsatz. Erholung bei prächtigem Wetter in einer Badi im Tal. Bei den Wölfen wurde der mutmassliche Verräter Philipp K. nach hartem Verhör auf den Namen Turbo getauft.

Lodano, 10.07.: Während die Wölfe auf ihrer Wanderung über eine coole Hängebrücke und mehrmals durch den Fluss mussten, bastelten die Pfader Fahnen für ihre Clans. Beim Geländespiel am Nachmittag schlug das Fähnli Wal glanzvoll zurück. Danach wurde unser Pool kurzerhand zum Sprudelbad umfunktioniert. Als die Pouletschenkel verdrückt waren, gingen die Pfader schlafen. Die Nacht sollte kürzer werden als gewohnt. Weshalb? Lest morgen weiter.

Lodano, 11.07.: Früh am Morgen wurden die Pfader geweckt und auf die Fähnlitour ausgesetzt. Sie werden sich im Verlauf des Freitags wieder auf dem Platz einfinden. Unterdessen haben die Wölfli das Gelände für sich. Es wurde nach Mister X gesucht und in einem Geländespiel um Wasserballone gefightet. Wettermässig werden wir für zahllose verschiffte Solas entschädigt. Sonntag ab 11 Uhr Besuchstag. Beachten Sie unsere öftlichen Hinweisschilder.

Lodano, 13.07.: Die Wölfe bewährten sich sowohl an der Nachtübung wie auch bei ihrem Sternwolftest. Am Sonntag verliessen uns unsere Detektive. Die Pfader kämpften gegen die Engländer und leckten ihre Wunden in der Badi. Abends folgte das grosse Fressen: ein Menü, das vollständig von Hand gegessen wurde. Gratulation an Nössu und Züesli für das gelungene Mahl. Die zweite Woche kann kommen, Anton ist bereit.

Lodano, 14.07.: Als die Eltern verschwunden waren, fiel der Anführer der Schotten im Kampf gegen die Engländer. Er wurde gebührend betrauert. In der Nacht, als der Vollmond sich verzogen hatte, wurden unsere Täuflinge auf den krassen Tauftag vorgeschickt. Folgende Namen wurden aus dem Pool gefischt. Aron = Marathon, Cédéric = Idefix, Beno = Relax, Dominik = Rebell, Philipp = Ameisi. Montags gehts auf die zweittägige Bergtour.

Lodano, 15.07.: Nach dem happigen Aufstieg übernachteten wir an einem tollen, mit Regenbogenforellen prallgefüllten Bergsee im Berliner. Als uns die Schafe am Morgen begrüssten und wir unser Biwak abgebrochen hatten, gings wieder ins Tal. Unterwegs erste Schlange gesichtet. Um uns vom Marsch zu erholen, veranstalteten wir am Nachmittag eine Beachparty und einen Wellnessparcours.

Lodano, 16.07.: Überraschend kam es für uns zu einem kulturellen Leckerbissen. Wir besuchten nämlich in der Nähe ein Konzert von Marco Zappa. Der Mittwoch begann mit der Ausbildung zum Jungpfader und Pfader. Fleissig wird für die bevorstehenden Tests geübt. Daneben bereiten wir uns mit Rugby und sonstiger sportlicher Betätigung auf den finalen Kampf gegen die Engländer vor. Moskitobilder sind bis zu 1.70 Franken wert.

Lodano, 17.07.: Die Schlacht in der Nacht wurde von unseren Schotten grandios gewonnen. Die Unabhängigkeit ist nah. Alle Krieger haben sich top bewährt. Donnerstags durfte ausgeschlafen werden, anschliessend standen Abbau und Pfaditechniktests auf dem Programm. Schwafli und Bambi beehrten uns mit ihrem Besuch, und unsere Küche zauberte ein super Dessertbuffet hervor. Leider neigt sich dieses tolle Sola dem Ende entgegen, doch wir geniessen noch die Zeit bis Samstag.

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